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2026-06-28

FSV Kappelrodeck-Waldulm kehrt nach vier Jahren in die Bezirksliga zurück

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FSV Kappelrodeck-Waldulm – FV Plittersdorf 2:3 (1:2)
(Gesamtstand: 7:6 für den FSV Kappelrodeck-Waldulm)
Um es vorwegzunehmen: Nach zwei hochspannenden, dramatischen und emotionalen Relegationsspielen ist es geschafft! Der FSV Kappelrodeck-Waldulm kehrt vier Jahre nach dem Abstieg zurück in die Bezirksliga. Nach dem 5:3-Auswärtssieg im Hinspiel reichte der Elf von Trainer Dieter Schindler im Rückspiel vor heimischer Kulisse eine knappe 2:3-Niederlage, um den Traum vom Wiederaufstieg wahr werden zu lassen.
Schon vor Anpfiff war klar, dass die Gäste aus Plittersdorf ihre Chancen keineswegs abgeschrieben hatten. Mit einer beeindruckenden Anzahl an Fans im Rücken verwandelte der FV Plittersdorf gemeinsam mit den zahlreichen Zuschauern des FSV das Rodeck-Stadion bei hochsommerlichen Temperaturen in einen echten Hexenkessel. Die Mannschaft von Trainer Markus Daubner-Lahres präsentierte sich dabei erneut als äußerst starker Gegner, der dem FSV über die gesamten 90 Minuten alles abverlangte.
Nach einer kurzen Abtastphase gehörte die erste nennenswerte Möglichkeit den Hausherren. Nach einem Standard kam Lenartas per Kopf zum Abschluss, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend platzieren. Danach übernahm zunehmend der FV Plittersdorf das Kommando. Kapitän Moritz Lehre und seine Mannschaft strahlten von Beginn an den festen Glauben an die Wende aus, trotz der ungünstigeren Ausgangslage nach dem Hinspiel.
Belohnt wurde dieser Mut bereits in der 10. Minute. Der starke Bergmaier ließ mit einer sehenswerten Einzelaktion die FSV-Defensive alt aussehen und behielt anschließend die Übersicht. Sein Zuspiel erreichte den freistehenden Pop, der sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ und unhaltbar zum 0:1 einschoß.
Der FVP blieb am Drücker und war in dieser Phase die spielbestimmende Mannschaft. In der 22. Minute hatte der FSV sogar großes Glück, als erneut Bergmaier aus großer Distanz einen gefühlvollen Heber über Keeper Köninger versuchte. Der Ball senkte sich gefährlich, klatschte jedoch nur an die Latte.
Mit dem Zwei-Tore-Polster aus dem Hinspiel im Rücken konzentrierte sich der FSV vor allem auf die Defensivarbeit, blieb aber bei seinen Angriffen jederzeit gefährlich. So setzte sich Bögner in der 23. Minute nach einem langen Ball stark im Zweikampf durch, konnte den Angriff in aussichtsreicher Position aber nicht erfolgreich abschließen.
In der 30. Minute zeigte der FSV dann seine große Offensivqualität. Nach einer perfekt getretenen Ecke von Köninger war Torjäger Gino Lamm zur Stelle und köpfte unhaltbar zum vielumjubelten 1:1-Ausgleich ein. Das Stadion bebte, und der FSV hatte das Spiel wieder etwas beruhigt. Plittersdorf wirkte nach diesem Rückschlag kurzzeitig getroffen.
Doch der nächste Nackenschlag für die Gastgeber folgte kurz vor dem Halbzeitpfiff. Als bereits alles mit einer Punkteteilung zur Pause rechnete, blieb dem souverän leitenden Schiedsrichter Matthias Brudek keine andere Wahl, als nach einem Foulspiel an Pop auf den Punkt zu zeigen. Mia Kratochwil übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:2-Pausenstand.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FV Plittersdorf die aktivere Mannschaft. Mit viel Energie und Laufbereitschaft drängten die Gäste auf den nächsten Treffer. In der 53. Minute wurde dieser Aufwand belohnt. Der kurz zuvor eingewechselte Max Kirchner stand goldrichtig und traf zum umjubelten 1:3. Damit war der komfortable Zwei-Tore-Vorsprung des FSV aus dem Hinspiel vollständig egalisiert.
Nun war die Partie völlig offen. Der FVP drückte auf das vierte Tor, während die FSV-Defensive Schwerstarbeit verrichten musste. Doch wie so oft in dieser Saison zeigte sich, auf wen sich der FSV verlassen kann, seine Offensive.
In der 70. Minute setzte Youngster Bögner zu einem seiner unwiderstehlichen Dribblings an und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Der folgende Freistoß war dann Chefsache. Der etatmäßige Kapitän Andi Müller, der nach längerer Verletzungspause gerade erst eingewechselt worden war, schnappte sich bei seiner ersten Aktion den Ball. Sein scharf getretener Freistoß flog durch Freund und Gegner hindurch und schlug zum 2:3-Anschlusstreffer im Netz ein. Der Jubel auf den Rängen kannte keine Grenzen.
Erneut musste Plittersdorf einen bitteren Rückschlag verkraften. Doch die Gäste bewiesen Moral und gaben sich keineswegs geschlagen. Mit enormem läuferischem Aufwand warfen sie in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und hatten kurz vor Spielende tatsächlich die große Möglichkeit auf den Treffer, der die Verlängerung bedeutet hätte.
Doch dieses Mal hielt das Schicksal die Hand über den FSV. Als wenige Augenblicke später der Schlusspfiff ertönte, brachen auf und neben dem Platz alle Dämme. Spieler, Trainer, Betreuer und Fans lagen sich in den Armen. Trotz der 2:3-Niederlage war der Aufstieg perfekt.
Nach einer Saison voller Herausforderungen, geprägt von zahlreichen Verletzungen wichtiger Stammkräfte und immer wieder neuen Rückschlägen, bewies die Mannschaft von Trainer Dieter Schindler beeindruckenden Charakter. Sie trotzte sämtlichen Widrigkeiten, wuchs als Team zusammen und belohnte sich nun mit der verdienten Rückkehr in die Bezirksliga.
Ebenso gebührt dem FV Plittersdorf größter Respekt. Was Mannschaft und Anhang in diesen beiden Aufstiegsspielen geleistet haben, war aller Ehren wert. Die Gäste präsentierten sich als technisch starke, leidenschaftliche und jederzeit faire Mannschaft und machten die Relegation zu einem Fußballfest, das beiden Vereinen lange in Erinnerung bleiben wird.
Am Ende aber schrieb der FSV Kappelrodeck-Waldulm seine eigene Geschichte. Vier Jahre nach dem bitteren Abstieg ist der FSV zurück in der Bezirksliga.

Admin - 21:49:27 @ Herren | 1 Kommentar

 

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